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Klima-Bürger*innenrat bilden bzw. unterstützen (Klimaräte)

Stand:
April 2025
Erstellt:
Mai 2026
Klima-Bürger*innenrat bilden bzw. unterstützen (Klimaräte)
Bewertung・5.0Praxisbeispiele・5

Bewertungen

Nutzen & Mehrwert

  • Klimaschutz und Demokratiestärkung werden effizient zusammen gedacht.
  • Entlastung von Politik und Verwaltung, da strittige Themen in einem moderierten Gremium diskutiert und in konkrete Handlungsempfehlungen gegossen werden können.
  • Intensive Auseinandersetzung mit Klimathemen schafft nachhaltige Lösungsansätze.
  • In schwierigen Fällen wirksames Mittel zur Kompromissfindung und Deeskalation.
  • Repräsentative Bürgerbeteiligung durch Auslosung statt die „üblichen Verdächtigen".
  • Vertrauen in die Politik und Teilhabemotivation der Bevölkerung werden gestärkt.
  • Aus dem Bürger*innenrat abgeleitete Klimaschutzmaßnahmen werden mit höherer Wahrscheinlichkeit breit getragen.

Erfolgsfaktoren

  • Politischer Wille und personelle Kapazitäten der Verwaltung.
  • Beratung und ggf. praktische Unterstützung durch professionelle Anbieter (Vereine, Institute) für eine neutrale Durchführung.
  • Förderung beantragen bzw. nach geförderten Angeboten suchen.
  • Austausch mit bereits erfahrenen Kommunen.
  • Gutes Erwartungsmanagement von Beginn an.
  • Einbindung relevanter lokaler Akteure.
  • Transparente öffentliche Kommunikation und Information (nicht erst nach dem Prozess).
  • Thema muss im Handlungsspielraum der Kommune liegen.

Ausprägungsformen

Bürger*innenräte unterscheiden sich je nach gewähltem Thema, dessen Vorlauf sowie den individuellen Bedarfen der Kommune u.a. in ihrer Größe (Empfehlung: 25-30 Teilnehmende), ihrer Intention, im Losverfahren und in der Durchführung.

Zu möglichen Zielen bzw. zur Intention können gehören: Konfliktlösung, die Stärkung von Inklusion und Bürger*innennähe oder auch das Schaffen eines kreativen Gestaltungsraums.

Die Auslosung erfolgt randomisiert (zufällig) mithilfe des Melderegisters und unter vorher festgelegten Kriterien wie Alter, Geschlecht, Ortsteil etc. Oft wird das geschichtete Losverfahren angewandt, alternativ oder ergänzend dazu das aufsuchende Losverfahren. Arten der Durchführung:

  • Bewertung von vorhandenen Varianten
  • Erarbeitung von Vorschlägen und Empfehlungen

Mögliche Themen sind Energie (z.B. Windkraft, Fernwärme), Verkehr (Innenstadtgestaltung, Stärkung von Radverkehr und ÖPNV) oder Klimaanpassung (Starkregenmanagement, Hitzeplan).

Auch eine Kombination von Bürger*innenräten mit anderen, ggf. bereits vorhandenen Beteiligungsformaten ist möglich, wie mit vorher stattfindenden Werkstätten oder prozessbegleitenden Online-Umfragen. Das Modellprojekt „Klima trifft Kommune“ testet aktuell außerdem die Verknüpfung von Klima-Bürger*innenräten mit direkter Demokratie in Form von Ratsentscheiden.

Investitionstreiber

  • Durchführung der Bürger*innenrats-Sitzungen (Moderation)
  • Personal (Verwaltung, Projektleitung)
  • Admin-Kosten (Porto für Einladungsschreiben, usw.)

Quellen

  • Bürgerrat Klima, BürgerBegehren Klimaschutz e.V., Webseite
  • Wie funktioniert ein Bürgerrat?, Mehr Demokratie e.V., Webseite

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