Hitzeaktionsplan erstellen und umsetzen
- Stand:
- Januar 2026
- Erstellt:
- Mai 2026
Bewertung・4.0Praxisbeispiele・6
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Nutzen & Mehrwert
- Der primäre Mehrwert liegt im Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger vor den gesundheitlichen Auswirkungen von extremer Hitze. Durch gezielte Maßnahmen können hitzebedingte Erkrankungen reduziert und die Vulnerabilität besonders gefährdeter Gruppen minimiert werden.
- Auch andere städtische Bereiche sind von einer zunehmenden Hitzebelastung betroffen: Öffentliche Plätze - wie Parks, Schwimmbäder - können sehr voll und schwieriger zu verwalten werden. Städtische Infrastruktur kann bei zu heißen Temperaturen zu Schaden kommen (z.B. im Asphalt). Die Arbeits-Produktivität in der Wirtschaft kann bei Hitze sinken und der Energiebedarf steigen, insbesondere in Bereichen, in denen Klimaanlagen eingesetzt werden. Ein Hitzeaktionsplan kann diesen Auswirkungen durch gezielte Maßnahmen begegnen.
Erfolgsfaktoren
- Es sollte eine Priorisierung von Maßnahmenerfolgen, damit die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zuerst erreicht werden.
- Maßnahmen sollten im Einklang mit den Klimaschutzzielen erstellt werden, um Auswirkungen auf weitere Klimaveränderungen zu vermeiden. Dabei sollten Andockmöglichkeiten von Hitzeschutzmaßnahmen an bereits geplante städtische Vorhaben identifiziert werden (z. B. bei Sanierungen von Schulen & Kitas Hitzeschutz-Kriterien integrieren).
- Oft werden Risiken, die von Hitze ausgehen, von der Bevölkerung und Entscheidungstragenden in der Politik/Verwaltung unterschätzt, was die Entwicklung und Umsetzung von Hitzeaktionsplänen beeinträchtigt.
- Ein effektiver Hitzeaktionsplan erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure (Bürger:innen, Bereiche Gesundheit, Umwelt, Soziales, Stadtplanung und Bevölkerungsschutz). Die Zuständigkeiten müssen klar festgelegt werden.
- Für die zuständigen Ansprechpartner sollten Weiterbildungen angeboten und in Workshops ein intensiver Austausch gefördert werden.
- Die finanziellen Ressourcen und personellen Kapazitäten sollten gesichert sein.
- Kommunen können bei der Erstellung viel voneinander lernen, hilfreich ist eine Vernetzung mit anderen Kommunen.
- Das Erstellen und Umsetzten eines Hitzeaktionsplans sollte durch einen Beschluss geschützt sein.
Ausprägungsformen
Handlungsfelder:
- Gesundheit (Menschliche Gesundheit)
- Land (Biologische Vielfalt, Boden, Landwirtschaft, Wald- und Forstwirtschaft)
- Stadtbegrünung
- Wasser (Fischerei, Küsten- und Meeresschutz, Wasserhaushalt/Wasserwirtschaft)
- Infrastruktur (Bauwesen, Energiewirtschaft, Verkehr/Verkehrsinfrastruktur)
- Wirtschaft (Industrie und Gewerbe, Tourismuswirtschaft)
Zeithorizont der Maßnahme:
- Kurzfristige Maßnahmen: sind besonders im Sommer relevant. Sie sollen schnell umgesetzt werden und an Hitzetagen wirksam sein.
- Mittelfristige Maßnahmen: erfordern längere Vorbereitungszeiten, es sind mehr Akteure beteiligt und der Nutzen erstreckt sich über einen längeren Zeitraum.
- Langfristige Maßnahmen: erfordern große Vorbereitungszeit und es müssen besonders viele Akteure einbezogen werden.
Investitionstreiber
- Klimatische und geografische Grundvoraussetzungen
- Umfang und zeitlicher Horizont des Hitzeaktionsplans
Quellen
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