Starkregenvorsorge - Konzept erstellen, Maßnahmen durchführen
- Stand:
- Januar 2026
- Erstellt:
- Mai 2026
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Nutzen & Mehrwert
- Die Identifizierung von Risikobereichen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Starkregenvorsorge tragen dazu bei, Gebäude, Infrastruktur und Menschen vor den negativen Auswirkungen von Starkregenereignissen zu schützen. Dadurch werden Schadenspotenziale und Risiken für die Kommunen minimiert.
- Starkregenvorsorge stärkt die Widerstandsfähigkeit (Resilienz) einer Kommune gegenüber extremen Wetterereignissen. Durch vorbeugende Maßnahmen kann besser auf unerwartete Naturereignisse reagiert und sich schneller davon erholt werden.
- Starkregenvorsorge fördert die aktive Teilnahme der Bürger:innen an der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Starkregenvorsorge. Gleichzeitig trägt es dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung der Eigenvorsorge zu schärfen.
- Die verbesserte Zusammenarbeit verschiedener Fachämter innerhalb der Verwaltung ermöglicht eine effizientere Planung und Umsetzung von Maßnahmen. Dies trägt dazu bei, die Reaktionsfähigkeit der Verwaltung auf Starkregenereignisse zu verbessern.
- Durch Erfahrungsaustausch und Praxisworkshops können erfolgreiche Ansätze und Maßnahmen an andere Kommunen weitergegeben werden.
Erfolgsfaktoren
Eine im Jahr 2019 vom Umweltbundesamt durchgeführte Analyse über den zukünftigen Handlungsbedarf zur Starkregenvorsorge in Deutschland hat folgende relevante Erfolgsfaktoren identifiziert:
- Einheitliches Begriffsverständnis schaffen
- Risikokommunikation und -bewusstsein in der Bevölkerung stärken
- Geeignete Kommunikationsinstrumente einsetzen (Stadtteilworkshops, Nachbarschaftsberatungen)
- Eigenvorsorge der Bevölkerung stärken
- Potenziale von Planungsinstrumenten ausschöpfen
- Starkregenereignisse und -schäden systematische erfassen
- Starkregengefahren- und Starkregenrisikokarten für urbane Räume erstellen und öffentlich zugänglich machen
- Warnsysteme fachlich und technisch weiterentwickeln
- Finanzierungsmöglichkeiten schaffen
- Behördenübergreifende Kooperationen verbessern
- Wissenslücken schließen
Ausprägungsformen
Es gibt folgende Formen von Vorsorgemaßnahmen:
- Administrativ: u.a. Etablierung der Zusammenarbeit aller betroffenen Verwaltungseinheiten, Risikoanalyse und -bewertung, Identifikation und Ausweisung von Risikogebieten, Erstellung von Notfallplänen
- Städtebaulich: u.a. Fließwege und Rückhalteräume vorsehen, Vorschrift von angepasstem Bauen sowie die Vermeidung von Bauvorhaben in gefährdeten Gebieten
- Technisch: u.a. in den direkten Handlungsfeldern der Kommunen wie die öffentliche Kanalisation, Frei- und Grünflächen, Straßen und Wege, im Außengebiet und an Fließgewässern
- Verhaltenswirksam: Aufklärung und Vorbereitung, bessere Reaktion auf kurzfristige Warnungen, Informationen zur Verhaltensvorsorge (Versicherungsschutz)
Investitionstreiber
- Grundsätzliche geografische und bauliche Rahmenbedingungen der Kommune und den relevanten umliegenden Kommunen.
Quellen
Starkregen, Umweltbundesamt, 2023 Kompaktinformation Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg - von der Starkregengefahrenkarte zum kommunalen Handlungskonzept, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, 2019 Leitfaden Starkregen - Objektschutz und bauliche Vorsorge, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, 2019 Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden-Württemberg, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, 2016 Das können die Kommunen gegen die Folgen von Starkregen tun - Präventionsmaßnahmen, Stark gegen Starkregen, 2024
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