Außen- und Straßenbeleuchtung auf LED umstellen
- Stand:
- Januar 2026
- Erstellt:
- Mai 2026
Bewertungen
Nutzen & Mehrwert
Die Umstellung der Außen- und Straßenbeleuchtung auf LED-Technologie bietet Kommunen vielfältige Vorteile: Verbesserung der Lichtqualität: LED-Technologie ermöglicht eine verbesserte Lichtverteilung und -farbe, was die Sicherheit im öffentlichen Raum erhöht und die Aufenthaltsqualität verbessert. Energieeinsparungen: LED-Leuchten können den Energieverbrauch um bis zu 50-80 % reduzieren im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln, was zu erheblichen Kosteneinsparungen für die Kommunen führt. Reduzierte CO₂-Emissionen: Durch den niedrigeren Energieverbrauch tragen LEDs dazu bei, die CO₂-Emissionen zu senken und die Umwelt zu schonen. Geringere Wartungskosten: LEDs haben eine längere Lebensdauer (bis zu 25.000 Stunden) im Vergleich zu herkömmlichen Lampen. Dies führt zu weniger häufigen Austausch- und Wartungsintervallen, was die Gesamtkosten weiter senkt. Innovationsförderung: Die Umstellung auf LED kann Impulse für weitere technologische Entwicklungen in der Kommune setzen, wie die Integration smarter Beleuchtungslösungen, die zur Energieoptimierung und -überwachung beitragen können. Verringerung der Lichtverschmutzung: Durch LEDs kann die Häufigkeit und Intensität von Lichtverschmutzung verringert werden, was sich positiv auf Flora und Fauna auswirkt. Beispielhaft für diese Reduktion steht die Stadt Wien, die im Zeitraum 2015-2025 durch den Einsatz von LED-Leuchtmitteln die Lichtverschmutzung um 75% reduzieren konnte.
Erfolgsfaktoren
- Die Umstellung erfordert eine sorgfältige Planung und Analyse der bestehenden Infrastruktur.
- Für die jeweiligen Anforderungen sind anhand von Parametern, die möglichen Beleuchtungsvarianten zu planen. Dabei spielen u. a. Verkehrsmenge, Verkehrszusammensetzung, auftretende Geschwindigkeiten und bauliche Rahmenbedingungen eine Rolle.
- Bei der Beschaffung von energieeffizienten, qualitativ hochwertigen Beleuchtungssystemen sind u. a. folgende Anforderungskriterien zu beachten:
- Plan/Layout des Straßensystems, Spezifizierung von Straßen und Wegen sowie diesbezüglich passenden technischen Eigenschaften (Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit, Wartungsfaktoren etc.).
- Lichtsteuerungsfunktionen
- Energieverbrauchsmessung
- Technische Anforderungen
- Kosten
- Vertragliche Rahmenbedingungen
- Hochwertige und langlebige Leuchten mit mehrstufiger Nachtabsenkung zur Anpassung an den Lichtbedarf in den Dunkelstunden verwenden (Minimum).
- Gute Produkte haben eine Lebensdauer < 100.000 Betriebsstunden (Durchschnitt ca. 8.200/Jahr
- Möglichst die Anpassung an den tatsächlichen Lichtbedarf durch Bewegungssteuerung (besonders in Quartierstraßen, Parks und auf Geh- und Radwegen) ermöglichen.
- LED-Leuchten brauchen einen verlässlichen Schutz gegen Spannungsspitzen von mind. 6kV, besser 10 kV und elektrostatische Aufladung.
- Im Zuge der Umrüstung unbedingt die Tragwerke (Standsicherheit) und das Versorgungsnetz (Abschaltbedingungen, Verteiler, Kabel) prüfen (lassen).
Ausprägungsformen
Es gibt mehrere Ausprägungsformen bei der Umrüstung von herkömmlicher Straßenbeleuchtung auf LED-Beleuchtung:
- Retrofit-Umrüstung: Hierbei werden die bestehenden Leuchten mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet, anstatt die gesamte Leuchte auszutauschen.*
- Komplettumrüstung: Hierbei werden die bestehenden Leuchten durch komplett neue LED-Leuchten ersetzt.
- Smart-Lighting-Umrüstung: Hierbei werden die bestehenden Leuchten mit einer Smart-Lighting-Steuerung ausgestattet, die es ermöglicht, die Beleuchtungsstärke und -zeiten automatisch an die Umgebungsbedingungen anzupassen.
- Netzwerk-Umrüstung: Hierbei werden die bestehenden Leuchten auf LED umgerüstet und mit einer Netzwerk-Steuerung ausgestattet. Diese ermöglicht es, die Leuchten zu steuern, zu überwachen und zu warten.
* Hinweis: Mögliche Veränderungen bei der Lichtlenkungen sind hierbei zu beachten.
Investitionstreiber
Quellen
- LED-Straßenbeleuchtung Beschaffung & Planung, Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency, 2017
- Ergänzende Information des NABU durch Dr. Stefan Kress, Beisitzer des Vorstands NABU Stuttgart, Arbeitsgebiete Insekten & Wald, Mail vom 30.9.2024
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