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Klimawandelangepasste Wälder aufbauen

Stand:
Juli 2025
Erstellt:
Mai 2026
Klimawandelangepasste Wälder aufbauen
Bewertung・4.0Praxisbeispiele・2

Bewertungen

Nutzen & Mehrwert

Stabilere Wälder:

  • Höhere Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit, Stürme und Schädlinge.
  • Geringeres Risiko großflächiger Waldverluste. Ökologische Vorteile:
  • Erhalt und Förderung der Artenvielfalt.
  • Verbesserung der Luft- und Wasserqualität.
  • Speicherung von CO₂ und aktiver Beitrag zum Klimaschutz.
  • Regulierung des Wasserhaushalts und Schutz vor Überschwemmungen. Gesellschaftlicher Nutzen:
  • Attraktive, naturnahe Erholungsräume für Bürger*innen.
  • Steigerung der Lebensqualität und des Wohlbefindens. Wirtschaftliche Vorteile:
  • Langfristige Sicherung nachhaltiger Holznutzung.
  • Zugang zu Förderprogrammen (z. B. „Klimaangepasstes Waldmanagement“).

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren:

  • Klare strategische Zielsetzung und Integration der Klimaanpassung in kommunale Planungs- und Entscheidungsprozesse.
  • Aufbau von institutionellen und personellen Kapazitäten (z. B. Fachwissen, Zuständigkeiten, Ressourcen).
  • Systematische Analyse der lokalen Ausgangslage (Waldstruktur, Standortbedingungen, Risiken).
  • Entwicklung konkreter, standortangepasster Maßnahmenpakete statt allgemeiner Empfehlungen.
  • Einbindung aller relevanten Akteure (Forst, Jagd, Politik, Öffentlichkeit) und Förderung von Kooperation und Dialog.
  • Nutzung von Förderprogrammen und Beratungsangeboten.

Stolpersteine:

  • Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen auf kommunaler Ebene.
  • Unzureichende Kommunikation und Abstimmung zwischen den beteiligten Akteuren (z. B. Forst und Jagd).
  • Interessenkonflikte, insbesondere zwischen nachhaltiger Waldentwicklung und jagdlicher Nutzung.
  • Schwierige Übertragung allgemeiner Empfehlungen auf die konkrete lokale Situation.

Ausprägungsformen

  • Umwandlung von Monokulturen in Mischwälder (z. B. Fichten- oder Kiefernwälder werden durch gezielte Pflanzung oder Naturverjüngung mit Laub- und Nadelbäumen gemischt).
  • Förderung standortgerechter Baumarten (Anpassung der Baumartenwahl an die lokalen Boden- und Klimabedingungen, Auswahl klimaresilienter Arten).
  • Natürliche Waldverjüngung unterstützen (Förderung der Selbstaussaat und Entwicklung junger Bäume ohne großflächige Pflanzung).
  • Gezielte Pflanzung klimaresilienter Baumarten (aktive Anpflanzung von Baumarten, die als besonders widerstandsfähig gegenüber Trockenheit und Hitze gelten).
  • Erhalt und Förderung von Totholz und Biotopbäumen (Belassen alter Bäume und Totholz zur Förderung der Artenvielfalt).
  • Anpassung der Bewirtschaftungsmethoden (Verzicht auf Kahlschläge, schonende Holzernte, bodenschonende Verfahren).
  • Wiedervernässung und Wasserrückhalt (Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushalts im Wald, z. B. Rückbau von Entwässerungsgräben).

Investitionstreiber

Die größten Kostentreiber für Kommunen beim Aufbau klimawandel-angepasster Wälder sind hohe Investitionen für Waldumbau und Pflege, Wildschadensverhütung, erhöhte Verwaltungsaufwände durch Förderprogramme sowie mögliche Mindererträge und langfristiger Kapitalbedarf, die oft nicht vollständig durch Fördermittel gedeckt werden.

Quellen

Praxisbeispiele · 2

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Dokumente & Vorlagen · 0

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