Kommunale Schwimmbäder effizienter und klimafreundlicher gestalten
- Stand:
- November 2025
- Erstellt:
- Mai 2026
Bewertung・3.0Praxisbeispiele・3
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Nutzen & Mehrwert
- Die Betriebskosten sinken langfristig deutlich, da der Energieverbrauch durch moderne Effizienztechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien deutlich reduziert wird. Dies fördert zudem langfristig die Wirtschaftlichkeit und den Erhalt der Bäder.
- Kommunen leisten einen sichtbaren Beitrag zum Klimaschutz.
- Schwimmbäder werden zukunftssicher gestaltet und als attraktive Freizeit- und Gesundheitseinrichtungen für die Bürgerschaft erhalten, was die Lebensqualität vor Ort steigert.
Erfolgsfaktoren
Erfolgsfaktoren:
- Eine klare kommunalpolitische Zielsetzung und strategische Verankerung des Themas im Klimaschutzkonzept sind entscheidend.
- Frühzeitige und fachkundige Planung unter Einbeziehung externer Expertise sowie das Nutzen von Förderprogrammen erhöhen die Umsetzungserfolgschancen.
- Kontinuierliches Energiemanagement und Monitoring der Energieverbräuche helfen, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und umzusetzen.
- Engagierte und gut informierte Mitarbeitende sind zentral, und eine offene Kommunikation mit Politik, Verwaltung und Bürgerschaft fördert die Akzeptanz und Motivation.
Stolpersteine:
- Die Sanierung älterer, teilweise maroder Gebäudesubstanz und veralteter technischer Anlagen gestaltet sich oft sehr komplex und verursacht hohe Kosten.
- Fehlende Kapazitäten und Know-how in der Verwaltung oder im Betrieb erschweren die Auswahl und Nutzung moderner Technik.
- Kurzfristiges Kosten- und Investitionsdenken kann dazu führen, dass dringend notwendige Maßnahmen verschoben oder gar nicht umgesetzt werden.
- Wenn die Akzeptanz bei Nutzenden und Personal fehlt – etwa durch mangelnde Kommunikation über Vorteile, Veränderungen oder Einschränkungen – wird die Umsetzung und der erfolgreiche Betrieb klimaneutraler Schwimmbäder oft erschwert.
Ausprägungsformen
- Energetische Sanierung und Dämmung der Gebäudehülle zur deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs.
- Umstellung der Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien, insbesondere durch Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und – wo möglich – Blockheizkraftwerke mit Biogas.
- Optimierung der technischen Anlagen, beispielsweise durch hocheffiziente Lüftungs- und Heizsysteme mit Wärmerückgewinnung.
- Effizientes Energiemanagement und regelmäßiges Monitoring aller Energieverbräuche.
Investitionstreiber
- Die energetische Sanierung der Gebäudehülle, insbesondere Dämmung von Wänden, Dächern und Fenstern.
- Die Anschaffung und Installation von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, wie Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerken.
- Der Austausch und die Modernisierung der technischen Gebäudeausstattung, etwa Lüftungs-, Heiz- und Wasseraufbereitungssysteme.
- Bau- und Anlagenkosten bei Komplettsanierungen oder Ersatzneubauten, je nach Ausgangszustand und Größe des Bades.
- Die Implementierung von Energiemanagementsystemen und Monitoringlösungen zur kontinuierlichen Optimierung des Betriebs.
Quellen
- Energieeffizienz in Schwimmbädern, E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen / Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e. V., abgerufen am 13.10.2025
- Energieeffizienz für Schwimmbäder: Dekarbonisierung jetzt starten, Goodmen Energy, 2024, abgerufen am 13.10.2025
- Auf dem Weg zum CO₂-neutralen Bad, DGfdB, 2025, abgerufen am 13.10.2025
- Haushaltsausschuss: Eine Milliarde Euro aus Sondervermögen für Sanierung von Sportstätten, Deutschlandradio, 2025, abgerufen am 13.10.2025
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