Regionalwerk gründen und betreiben
- Stand:
- Januar 2026
- Erstellt:
- Mai 2026
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Nutzen & Mehrwert
- Es entstehen Einsparungen durch die Bündelung kommunalhoheitlicher Tätigkeiten, beispielsweise durch Bündelausschreibungen, den gemeinsamen Betrieb der Straßenbeleuchtung, der kommunalen Wärmeplanung und -versorgung, der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für die E-Mobilität usw.
- Mit dem Regionalwerk-Konzept können Kommunen selbst erneuerbare Energieanlagen betreiben, durch die Aufnahme wirtschaftlicher Tätigkeiten wie den Betrieb von PV-Freiflächenanlagen oder den Stromvertrieb und damit Einnahmen generiert werden.
- Vor allem für Kommunen im ländlichen Raum ist die Gründung eines Regionalwerks ein interessanter Schritt, um im Verbund die Vorteile eines Stadtwerks zu nutzen. Als Folge können ländliche Kommunen etwa den Schwimmbadbetrieb aufrechterhalten oder die Förderung der lokalen Vereine, wenn PV-Freiflächen- oder Windkraftanlagen eine Querfinanzierung ermöglichen.
- Es kann ein virtueller Marktplatz für Produkte und Dienstleistungen aufgebaut werden, beispielsweise für den digitalen Behördengang oder den Handel überschüssiger Strommengen.
- Ein Regionalwerk / virtuelles Gemeindewerk ist zugänglich für alle relevanten Akteursgruppen.
- Regionalwerke / virtuelle Gemeindewerke ermöglichen den Kommunen, die Energiewende vor Ort selbst mitzugestalten. Damit können Kommunen Einnahmen erzielen, wovon wiederum Bürgerinnen und Bürger profitieren. Es entsteht Akzeptanz und Geschwindigkeit, die für erfolgreichen Klimaschutz notwendig sind.
Erfolgsfaktoren
- Koordination und Abstimmungen zwischen den beteiligten Kommunen müssen professionell und aktiv gestaltet werden, idealerweise begleitet durch einen externen Experten.
- Ein Businessplan sollte unbedingt im Vorfeld erarbeitet werden.
- Es muss klar definiert werden, welche Aufgaben beim gemeinsamen Kommunalunternehmen durchgeführt werden und welche bei den einzelnen Gemeinden verbleiben.
- Alle relevanten Akteure der Kommunen sind aktiv zu beteiligen.
- Eine gemeinsame digitale Plattform ist von erheblichem Vorteil.
- Qualifizierte Mitarbeiter*innen.
- Es müssen ausreichende Finanzmittel für Aufbau und Betrieb des Regionalwerks zur Verfügung stehen.
- Ein tragfähiges, nachhaltiges und rentables Geschäftsmodell muss die Grundlage für das Regionalwerk sein.
- Sowohl eine geeignete Rechtsform als auch die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer sind erforderlich.
Ausprägungsformen
- Rechtsform einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR)
- Übertragung kommunalhoheitlicher Aufgaben durch beteiligte Gemeinden
- Kosten- und Zeitersparnis durch Bündelung der Aufgaben
- Kommunen eines Landkreises als Eigentümer der AöR
- Tochterunternehmen als GmbH & Co. KG
- Aufnahme wirtschaftlicher Tätigkeiten für gewünschte Geschäftsbereiche
- Steigerung der kommunalen Wertschöpfung
- Geschäftsführende Verwaltungs-GmbH vollständig in Hand der AöR
Investitionstreiber
- Anzahl der beteiligten Gemeinden / Akteure
- Umfang der angebotenen Dienstleistungen
- Rechtliche Ausgestaltung
Quellen
- Forschungsprojekt "Virtuelles Gemeindewerk", Amt für ländliche Entwicklung in Bayern – Bereich zentrale Aufgaben, Webseite abgerufen am 28.10.2024
- Webseite "Energiewende interkommunal umsetzen, gemeinsame Kommunalunternehmen als Ansatz für kleinere Kommunen", Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung, abgerufen am 28.10.2024
- Das virtuelle Gemeindewerk, regionalwerke GmbH & Co. KG, 2024
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