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Bio-Diversitäts-PV / Agri-PV fördern bzw. als Kommune implementieren

Stand:
Oktober 2025
Erstellt:
Mai 2026
Bio-Diversitäts-PV / Agri-PV fördern bzw. als Kommune implementieren
Bewertung・4.0Praxisbeispiele・3

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Nutzen & Mehrwert

  • Die Energiewende und die Erreichung kommunaler Klimaschutzziele werden durch erneuerbare Energieerzeugung unterstützt.
  • Die Biodiversität wird durch Schaffung oder Erhalt von Lebensräumen gesteigert.
  • Das Gemeindeimage wird verbessert und die Akzeptanz durch sichtbare ökologische Mehrwerte erhöht.
  • Durch Kombination mit landwirtschaftlicher Nutzung (Agri-PV) wird die Flächeneffizienz gesteigert.
  • Es ergeben sich positive wirtschaftliche Effekte durch Pachteinnahmen und lokale Wertschöpfung.
  • Die ökologische Resilienz steigt durch die Förderung strukturreicher Flächen und die Stärkung lokaler Ökosystemleistungen.
  • Solarparks können als Lern- und Kommunikationsorte dienen, die Umweltbildung und Bürgerbeteiligung fördern.
  • Regionale Kooperationen zwischen Kommune, Landwirtschaft, Energieversorgern und Naturschutzakteuren werden gestärkt.

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren:

  • Frühzeitige Einbindung von Naturschutzexperten: Sicherstellung ökologischer Standards von Beginn an.
  • Klare ökologische Pflegekonzepte: Festlegung von Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität.
  • Monitoring: Regelmäßige Überwachung und Anpassung der Maßnahmen.
  • Kooperation mit Landwirten: Einbindung der landwirtschaftlichen Nutzung in das Konzept.
  • Frühzeitige Bürgerbeteiligung: Förderung der Akzeptanz durch transparente Information und Einbindung der Bevölkerung.
  • Einbindung in kommunale Planungsinstrumente: Berücksichtigung in Flächennutzungs- und Bebauungsplänen für langfristige Umsetzung.
  • Nutzung von Förderprogrammen: Finanzierungserleichterung durch Inanspruchnahme von Fördermitteln.
  • Langfristige Pflegeverträge: Sicherstellung einer kontinuierlichen ökologischen Betreuung.

  Mögliche Stolpersteine:

  • Höherer Flächenbedarf: Notwendigkeit größerer Flächen für kombinierte Nutzung.
  • Planungsaufwand: erhöhter Aufwand durch Integration von Naturschutzmaßnahmen.
  • Kosten: Anfangsinvestitionen können höher ausfallen als bei konventionellen PV-Anlagen.
  • Akzeptanzprobleme: mögliche Widerstände bei unzureichender Kommunikation mit Anwohnerinnen und Anwohnern.
  • Genehmigungsverfahren: längere Abstimmungsprozesse durch Einbindung mehrerer Fachbehörden.
  • Flächenkonkurrenz: Konflikte mit anderen kommunalen Entwicklungszielen.
  • Pflegeaufwand: höhere laufende Kosten durch regelmäßige naturschutzgerechte Pflege.

Ausprägungsformen

  • Klassische biodiversitätsfördernde Freiflächen-PV: Kombination von Energieerzeugung mit gezielten Maßnahmen zur Förderung von Flora und Fauna.
  • Agri-Photovoltaik: Kombination von landwirtschaftlicher Produktion und Stromerzeugung auf derselben Fläche.
  • Ökologische Pflegekonzepte: Einsatz von Maßnahmen wie extensiver Beweidung, Blühstreifen oder Schutzstrukturen für Wildtiere.
  • Kommunale PV-Flächen mit Bildungs- und Demonstrationscharakter: Einrichtung von Lehrpfaden oder Informationsflächen zur Sensibilisierung der Bevölkerung.
  • Gemeinschaftlich betriebene PV-Anlagen: Beteiligung lokaler Akteure wie Energiegenossenschaften zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung.
  • Mehrnutzungsflächen mit Wasser- oder Bodenschutzfunktionen: Ausrichtung der Gestaltung auf Bodenerhalt, Erosionsschutz oder Regenwasserrückhalt.
  • Hybridmodelle: Kombination aus Freiflächen-PV, Agri-PV und Biodiversitätsmaßnahmen für maximale ökologische und ökonomische Synergien.

Investitionstreiber

  • Flächenkosten (Pacht/Kauf)
  • Initialer Planungs- und Genehmigungsaufwand
  • Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität (z.B. ökologische Gutachten, Monitoring, Pflegekonzepte)
  • Baukosten für PV-Anlage (Module, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Montage)
  • Netzanschluss und Netzintegration (inkl. Trafo und Anschlussgebühren)
  • Schaffung und Pflege von Ausgleichs- und Ersatzflächen
  • Betriebsmittel für Monitoring- und Messtechnik
  • Mehraufwand durch spezielle Agri-PV-Konstruktionen oder erhöhte Modulanordnung
  • Fördermittelbeantragung und Vertragsmanagement
  • Laufende Betriebs- und Wartungskosten (ca. 1–2% der Investitionssumme jährlich)
  • Zusätzliche Kosten für Bürgerbeteiligung und Kommunikation bei Akzeptanzmaßnahmen

Quellen

  • Biodiversität in Solarparks, NABU (Naturschutzbund Deutschland) e. V., Webseite abgerufen am 25.5.2025
  • Agri-PV: Erneuerbare Energie und Landwirtschaft im Einklang, GLS Crowdfunding GmbH, Webseite abgerufen am 25.5.2025

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