Energiesparmodelle in Bildungseinrichtungen einführen und umsetzen
- Stand:
- Januar 2026
- Erstellt:
- Mai 2026
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Nutzen & Mehrwert
- Energiesparmodelle zeigen Potenziale zur Energieeinsparung auf und tragen mit pädagogisch flankierenden Maßnahmen zur Verankerung von Klimaschutz und bewusstem Umgang mit den Ressourcen im Denken und Handeln der verschiedenen Nutzergruppen bei.
- Das Vorhaben erlaubt einen niedrigschwelligen Einstieg in das Thema Klimaschutz, bei dem Kinder, Jugendliche und Beschäftigte der jeweiligen Einrichtung(en) direkt eingebunden werden.
- Kinder und Jugendliche können Umwelt- aber auch Klimaschutzgedanken ganz selbstverständlich in ihre Familien sowie ihren Freundeskreis hineintragen - was zur Nachahmung der neu erlernten Verhaltensweisen anregt.
- Indem konkret der Energie- und Wasserverbrauch und das Abfallaufkommen in Bildungseinrichtung reduziert werden, sinken Betriebskosten und ebenso Treibhausgasemissionen.
Erfolgsfaktoren
- Die Bildungseinrichtungen sollten freiwillig teilnehmen.
- Die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen vor Ort sollte sowohl von der Kommune bzw. dem Träger und der Einrichtungsleitung unterstützt werden.
- Ein zwischen Träger und Einrichtungen geschlossener Vertrag gibt dem Vorhaben eine klare Zielrichtung und erzeugt Verbindlichkeit.
- Fortbildung und Vernetzung der verschiedenen Akteure innerhalb und zwischen den Einrichtungen sind wichtig.
- Aktive, umfassende und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit.
- Ein strukturierter Projektablauf mit regelmäßigen Meilensteinen und Reflexionsschleifen sichert Kontinuität und motiviert.
Ausprägungsformen
Insbesondere die Form der Prämiensysteme kann variabel ausgestaltet werden:
Aktivitätsprämiensystem Die Bewertungsbasis für dieses Prämiensystem bildet die individuelle Projektaktivität in den einzelnen Bildungseinrichtungen (Kindertagesstätten und Schulen). Es verzichtet fast gänzlich auf eine Bilanzierung der Energieeinsparungen. Es wird nicht die absolute Höhe der Einsparung zur Prämienermittlung herangezogen, sondern die Projektaktivität in den Einrichtungen.
Beteiligungsprämiensystem (kostenbasiert) Bei Beteiligungsprämiensystemen erhalten Schulen/Kindertagesstätten einen Teil der eingesparten Energiekosten zur freien Verfügung, der restliche Anteil der Kosteneinsparungen geht an den Träger. Da beide Seiten von den Energie- und Kosteneinsparungen profitieren, entsteht sowohl für Bildungseinrichtungen als auch für deren Träger ein Anreiz, Energiesparaktivitäten zu fördern und zu unterstützen. Auch eine Beteiligung des Gebäudemanagements an den Einsparungen kann sinnvoll sein.
Investitionstreiber
- Inhaltlicher Umfang und Anzahl der beteiligten Einrichtungen
Quellen
- Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom 22.06.2016 - Merkblatt Energiesparmodelle, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 2017
- NKI-Webseite "Einführung und Umsetzung von Energiesparmodellen" abgerufen am 22.8.2023
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