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Treibhausgasneutrale Verwaltung ("Klimaneutrale Verwaltung") etablieren

Stand:
Oktober 2025
Erstellt:
Mai 2026
Treibhausgasneutrale Verwaltung ("Klimaneutrale Verwaltung") etablieren
Bewertung・5.0Praxisbeispiele・2

Bewertungen

Nutzen & Mehrwert

  • Das Vorhaben sorgt für mehr Klimaschutz in der gesamten Verwaltung. 
  • Verringerung der THG-Emissionen
  • Wahrnehmen der kommunalen Vorbildfunktion. Von den Erfahrungen der Kommunen profitieren andere Akteure, wie z.B. die lokale Wirtschaft.
  • Die Glaubwürdigkeit der Verwaltung steigt. Sie setzt den Rahmen für anspruchsvolle Transformationsschritte, die Bürger:innen und Wirtschaft tangieren und muss daher ebenso ihren Beitrag leisten.
  • Integration des Klimaschutzes in allen Verwaltungseinheiten, da das Vorhaben THG-neutrale Verwaltung alle Mitarbeitenden betrifft. 
  • Durch strikte Klimaschutzanforderungen an Beschaffung, Gebäude, Fahrzeuge, usw. fördert die Kommune die Entwicklung nachhaltiger Dienstleistungen und Produkte.
  • Mehr Praxiserfahrung im Klimaschutz.

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren:

  • Politischer Wille, manifestiert in einem Grundsatzbeschluss.
  • Führungsebene muss das Ziel vorleben, daher muss die Verantwortlichkeit für das Vorhaben auf der obersten Leitungsebene verankert sein.
  • Personelle und finanzielle Ressourcen einplanen/bereitstellen. 
  • Inhaltliche und zeitliche Planung vornehmen, Projektprozesse, Entscheidungsregeln, Informations- und Kommunikationsmaßnahmen klar definieren.
  • Change- / Transformationsmethoden anwenden.
  • Fortlaufendes Monitoring / Controlling des Projektfortschritts und der Zielerreichung etablieren.
  • Aktiv informieren, kommunizieren, qualifizieren und relevante Akteure einbinden.
  • Einen klaren Anwendungsbereich definieren. 
  • Die verwaltungseigenen Emissions- und Verbrauchsdaten möglichst realitätsnah sammeln.

Stolpersteine:

  • Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen, insbesondere bei kleineren Kommunen mit begrenzten Kapazitäten.​
  • Unzureichende und unvollständige Datengrundlagen; die Erfassung insbesondere von Scope‑3‑Emissionen (z. B. Beschaffung, Dienstreisen) ist schwierig und bürokratieintensiv.​
  • Unklare Zuständigkeiten und mangelnde Verankerung der Verantwortung in der Verwaltungsleitung, wodurch Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse ins Stocken geraten.​
  • Fehlende Einbindung des Themas in übergreifende Verwaltungsprozesse (z. B. Bau, Beschaffung, Finanzen, IT), was zu parallelen Strukturen und ineffizienter Umsetzung führt.​
  • Langwierige Vergabe- und Entscheidungsprozesse sowie eingeschränkte Verfügbarkeit klimafreundlicher Produkte und Dienstleistungen bremsen die praktische Umsetzung.

Ausprägungsformen

  • Partielles versus umfassendes Vorgehen: Ein partielles Vorgehen fokussiert auf einzelne Handlungsfelder wie Gebäude oder Mobilität, während ein umfassendes Vorgehen alle Verwaltungsbereiche strategisch in ein gemeinsames Zielsystem einbindet.
  • Kontinuierliches versus punktuelles Vorgehen: Ein kontinuierliches Vorgehen setzt auf dauerhaftes Monitoring und fortlaufende Verbesserungen, während ein punktuelles Vorgehen einzelne Maßnahmen unabhängig voneinander umsetzt und weniger institutionell verankert ist.
  • Top-down- versus Bottom-up-Ansatz: Je nach Verwaltungsstruktur erfolgt der Einstieg in die Treibhausgasneutralität entweder durch klare Steuerung und Vorgaben der Leitungsebene (Top-down) oder durch Initiativen aus einzelnen Fachbereichen und engagierten Mitarbeitenden (Bottom-up).​
  • Eigenständig versus kooperativ: Kommunen können den Weg zur Treibhausgasneutralität allein gestalten oder in regionalen Netzwerken, interkommunalen Kooperationen und Landesprogrammen (z. B. Klima-Kompetenznetzwerke) umsetzen, um Ressourcen zu bündeln und Synergien zu nutzen.​
  • Intern fokussiert versus extern einbezogen: Einige Verwaltungen konzentrieren sich zunächst ausschließlich auf ihre eigenen Strukturen und Prozesse, während andere gleichzeitig externe Akteure wie kommunale Unternehmen, Schulen oder Bürger:innen einbeziehen, um Wirkung und Vorbildfunktion zu erhöhen.​
  • Technikzentriert versus prozess- und kulturorientiert: Während manche Verwaltungen den Fokus primär auf technische Maßnahmen wie Gebäudeeffizienz oder Fuhrparkumstellung legen, setzen andere auf Organisationsentwicklung, Mitarbeitendenschulung und nachhaltige Beschaffung als Hebel.
  • Von der zur Verfügung stehenden Zeit hängt ab, wie schnell die Kommune Maßnahmen zur Reduktion der THG-Emissionen vornehmen muss.

Investitionstreiber

  • Größe der Kommunalverwaltung
  • Automatisierungsgrad und Qualität der Datenerfassung
  • Umfang der Datenerhebung (insbesondere in Scope 3)
  • Delta zwischen Ist- und Zielzustand

Quellen

Praxisbeispiele · 2

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Dokumente & Vorlagen · 0

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